Und dann kam…Niemand!

Es läuft nicht rund…

MitmachBlog

Ich muss mich mal sprachlich auskotzen. Ich weiß nicht, ob man alle Leute über einen Kamm scheren kann und sollte – nein, ich will an das Gute im Menschen glauben – aber Zuverlässigkeit scheint bei einigen heutzutage nicht sehr hoch im Kurs zu stehen.

Ich miste aus. Ich schmeisse weg. Ich verschenke und ich verkaufe. Einige Dinge stelle ich in den FB Ortsgruppen Free your stuff ein, einige bei Eba* Kleinanzeigen. So auch gestern und heute.

Ich verschenke ein Nachtschränkchen. Es kamen auch sofort 2 Meldungen. Meist handele ich nach dem Prinzip „First come. First save“. So auch diesmal. Ein Student möchte den Nachttisch haben. Ich gebe ihm meine Handynummer. Wir telefonieren. Ich verabrede mich für heute 17 Uhr mit ihm. Nenne ihm die Adresse. Wer nicht kommt, ist jener Bub. Keine Absage, keine Mail, keine SMS. Nada. Ich schreibe ihn um 17.30 Uhr an, ob er unterwegs sein. Bis…

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Shopping – zwischen „Muss“ und Gezicke und warum „Mann“ ein Schatz ist

Ehrlich. Die meisten Frauen gehen wohl angeblich gerne und leidenschaftlich shoppen. Und damit meine ich nicht das Einkaufen von Lebensmitteln, sondern das sinnlose notwendige Einkaufen von Bekleidung. Stundenlang ambitioniert. Wie kann Frau nur?

Für mich ist das Stress pur. Ausnahme bildet dabei nur der Einkauf von Büchern oder Schuhen. Doch ich brauchte eine neue Hose. Ich bin ein wenig aus der Form geraten und meine vorhandenen Hosen klemmen teilweise doch ziemlich. Nicht, das ich davon unendlich viele hätte. Mehr wie ~ 10 Stück besitze ich nicht.

Es war nun soweit. Gestern. Verabredet mit dem geduldigsten aller Männer fuhr ich ins abendliche, außerörtliche Shoppingparadiescenter. Parkplatz gesucht und gefunden. Los gings. Zuerst in den Kaufhof. Mein Blick schweifte über die – für meine Begriffe – ungeordnete, chaotisch-organisierte Damenabteilung.

„Hier gibts nichts“. Punkt!

„Du hast doch noch gar nicht geschaut.“

„Doch. Da hängen nur Blusen, Kleider, Röcke oder Jeans. Als nichts für mich.“

„Wie soll die Hose denn sein?“

„Keine (Blue)Jeans. Nicht blau, nicht braun, bequem.“

So ähnlich sprachen mindestens meine Augen das aus, was ich dachte. Ich wollte am liebsten nur raus und war mit dem Shoppen schon fertig, bevor ich angefangen hatte. Doch so leicht kam ich nicht davon.

Herr R. ging da deutlich systematischer vor. Er wälzte die Kleiderständer und fragte mich nach meiner Hosengröße.

„38 oder 40, je nachdem wie es ausfällt“

„Hosen haben andere Größen, welche Länge brauchst du denn?“

„Als ich das letzte Mal Hosen kaufte, hatten die noch die gleichen Größen wie Pullover und Kleider. Keine Ahnung. Warum muss denn immer alles geändert werden? Ich glaube, ich probier mal diese hier“ sprach ich und nahm eine Hose vom Ständer, die mir womöglich passend erschien.

Herr R. war mit einer einzigen Hose nicht einverstanden, während ich mich zur Anprobe begab. Er googlete nach Umrechnungstabellen von Normalgrößen zu Hosengrößen und suchte nach textiler Beinkleidung.

Ich schlüpfte hurtig in die Hose und beschloss, dass sie weder schön noch passend sei. Also wieder raus aus den Klamotten und rein in meinen eigenen Rock. Vorhang auf und….

„Passt nicht? Hast du schon probiert? Zieh nochmal an. Zeig mir mal, wie die Hose aussieht. Kuck mal, ich habe hier noch welche gefunden.“

Wieder Vorhang zu, gefühlte 20 weitere Hosen in die Kabine gehängt und umgezogen. Vorhang auf.

„Sieht doch passend aus. Nur zu lang. Was ist das denn für eine Größe? Was stimmt denn mit der Hose nicht?“

„Die ist hässlich. Größe 38. Ich mag es nicht, wenn die auf der Hüfte hängt.“

Herr R. entdeckt das Größenschild. 38/32. Was soll mir das sagen…? Der Herr als Einkaufprofi klärt mich auf, dass es immer eine zweier Zahlenkombi gibt, die die Größe (oder eher Breite) und die Länge angibt.

„Du brauchst ’ne 30er Länge. Die Größe sitzt“

Ich probiere mich durch die weitere Auswahl und mit einer Engelsgeduld holt und „entsorgt“ Herr R. die Ware, die allesamt durchfällt. Hätte ich ihm auch bereits vorher sagen können. Habe ich auch. Ist aber unsere erste, gemeinsame Shoppingtour. Ich hatte ihn vorgewarnt.

„Das ist eine Jeans. Will ich nicht“

„Probier sie doch wenigstens mal an. Ist mal was anderes.“

Anprobiert. Sitzt gar nicht schlecht, aber…. es ist eine Bluejeans und sie ist steif wie eine Bluejeans und sie ist blau wie eine Bluejeans.

„Steht dir“

„Ich kaufe keine Jeans. Ich kaufe nix, von dem ich jetzt schon weiß, dass ich sie nicht anziehen werde. Dafür gebe ich kein Geld aus“

„Jetzt sei doch nicht so zickig. Was ist denn mit der Hose?“ fragt er, während ich in einer grauen Hose mit engen Beinen vor ihm stehe.

„Die hat sich schon allein dadurch disqualifiziert, dass sie zum Knöpfen ist. Wenn ich aufs Klo muss dauert mir das mit Knöpfen viel zu lange. Außerdem liegt sie eng an und das Gedöns hier (Anmerkung der Redaktion: Ziernähte am Knie) mag ich nicht. Und für kaputte Hosen zahl ich nix“ – Mit „Kaputt“ sind die trendigen Löcher gemeint, die manche Hosen aufwerten sollen, was bei mir aber ganz klar zur Abwertung führt.

Nur eine schwarze Hose von S’Oliver hat es in die engere Auswahl geschafft, allerdings ist sie zu weit. Da es im Center noch einen eigenen Shop jener Marke gibt, beschlossen wir (also ER), dass wir dort noch hin wollten.

Zum Glück ging es als nächstes aber erstmal in die Herrenabteilung im 2. Stock. Herr R. wollte sich auch nach einer Hose, einem Shirt oder sonstigem umschauen. Nach nicht mal 5 min. hält er zwei Hosen in der Hand. Seine Größe kennt er (sagt er), aber die Länge müsse man(n) probieren. Schwups, ab zur Umkleide. Hose 1 zu lang. Hose 2 sitzt perfekt. Gekauft.

Purer Neid macht sich bei mir breit. Laune erreicht langsam Level  Minus 5. Noch einen Schlenker durch die Sockenabteilung, wo es keine passenden für den jungen Mann gab und ab in den nächsten Laden.

Um seine und meine Laune nicht noch tiefer sinken zu lassen, beschloss ich mich auf das Abenteuer Hosenkauf einzulassen und mich enthusiastischer und motivierter umzusehen. Herr R. ging in die Herrenabteilung (hatte bestimmt die Nase voll von meinem Gezicke, was ich ihm gar nicht verdenken kann) und trat kurze Zeit danach mit einem farbenfrohen, maisfarbenen Shirt in der Hand vor mich.

Immerhin hatte ich nun auch ein paar Hosen, die zumindest meinen farblichen und schnittigen Ansprüchen genügten,gefunden. Ab zur Umkleide und Kleidchen-wechsel-dich. Trotz gut recherchierter Größe passten einige Hosen nicht. Zu lang wäre nicht mal das Problem gewesen, da ich eine funktionierende Nähmaschine mein eigen nenne und im Umgang damit nicht unerfahren bin. Aber zu weit oder zu eng ist zu aufwändig.

„Was ist mit der Hose?“

„Viel zu weit“ – eine Nummer kleiner geholt und „Viel zu weit“ – noch eine Nummer kleiner geholt und „Passt. Sieht aber nix aus. Zuviel Gedöns“.

Eine engagierte, freundliche und sympathische Verkäuferin kommt hinzu und unterstützt Herrn R. Abwechselnd werde ich mit Hosen unterschiedlichster Couleur versorgt. Dazwischen probiere ich zur Abwechslung noch zwei weiße Oberteile an.

„Ich würde dich ja gerne mal in einer Knitterhose sehen“

Ein bisschen Schönwetter schadet ja nicht, obwohl ich natürlich jetzt schon weiß, dass sie mir nicht gefallen wird. Aber ich ziehe sie an. Schließlich bin ich in den besten aller Shoppingmänner verliebt. Ergo tue ich ihm den Gefallen und wer weiß, vielleicht hat er ja doch recht. Kann man ja nicht wissen, wenn man so eingefahren ist.

„Hüfthose. Mag ich nicht. Steht mir nicht. Beine zu eng.“

Letztlich haben es zwei schwarze und eine beige Hose doch in die engere Auswahl geschafft. Und die Frage, ob ich eines der Oberteile mitnehme.

Das Musikgedudel im Hintergrund hat vor wenigen Minuten aufgehört. Dann kommt Verkäuferin Nr. 2 um die Ecke.

„Es ist bereits 5 nach“

„Oh sorry, gar nicht mitbekommen, dass es schon so spät ist. Ich bin fertig“

Ich schlüpfe aus dem Inventar, kleide mich mit meiner mitgebrachten Textilie und entscheide mich fix und endgültig für den Erwerb einer schwarzen, bequemen, weil mit Gummizug versehenen Hose in Größe 36!

36 habe ich vor über 20 Jahren das letzte Mal tragen können. Was ist eigentlich mit den Kleidergrößen passiert? Tragen die 36er Mädels heute 32?

Jedenfalls geht es ab zur Kasse, Hose von mir und Shirt vom Herrn R. bezahlt und dann ging es flux nach Hause. Entspannen. Dabei schlief ich fast auf dem Sofa ein. Shopping ist wahrlich anstrengend.

Ich entschuldige mich form(un)vollendet bei meinem Sonnenschein und weiß seine Liebenswürdigkeit, Geduld und Kompromissbereitschaft sehr zu schätzen. Obwohl das gestern bestimmt nicht so rüber kam. Aber Shopping bringt meine dunkelsten Seiten hervor. Ich hätte gerne gute Laune gehabt, aber Einkaufen ist Frust, Genervtsein, Stress für mich.

„Danke, dass du es mit mir aushältst, obwohl ich mich dabei selbst nicht leiden kann und mich am liebsten laut anschreien würde: Stell dich nicht so mädchenhaft an!“

P.S. Wer mir jetzt vorschlägt, man könne doch auch so gut online shoppen, dem sei gesagt, dass ich das noch schlimmer finde. Ich habe keine Lust, Klamotten zu bestellen, dann zu sehen, dass die Qualität und Farbe und der Schnitt ganz anders ausfällt wie auf den Hochglanzfotos (weil ich natürlich nicht die Modellgröße verkörpere) und dann muss ich das alles wieder einpacken und zurück schicken. Nee Leute. Das ist noch viel blöder.

 

 

Er ist wieder da. Und mit ihm das (Gefühls)Chaos

Mein Nachbar vom Planeten Dings hat sich endlich gemeldet. Seit drei Monaten wartet Miri Mies auf ein Lebenszeichen und dabei ist sie selber Schuld, dass nichts passierte. Warum?
Lest selbst

MitmachBlog

Ein Nachbar vom Planeten Dings hat mich Anfang des Jahres erst aufgeregt und dann eingewickelt mit seinem Charme. Solltet ihr die Vorgeschichte(n) noch nicht kennen, dann könnt ihr sie natürlich nachlesen. Zumindest Kapitel 8 und 9, damit sich der Sinn erschließt.

Miri Mies du doofe Nuss. Menno. Los jetzt.

Ich öffne endlich meinen Emailaccount. Oh man, die Nachricht von Sigla. Die habe ich total vergessen zu lesen. Dabei war ich doch so aufgeregt, dass er sich stande pede bei mir gemeldet hat. Stundenlang lag ich in der kalten Aprilnacht wach vor Aufregung und Vorfreude und erst beim Morgengrauen konnte ich Schlaf finden.

Wie konnte das passieren, dass ich dann am nächsten Morgen nicht mehr dran dachte? Oje. Ich habs vermasselt. Wäre mir heute nicht spontan eingefallen, meine Emailpostfächer mal wieder zu entmüllen…

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Es ist soweit

Jahrestag ventilierpartikel

 

Bloggeburtstag, der Erste. Hätte ich beinahe verschlafen.

Na, dann gratuliere ich mir mal selbst, dass ich so lange durchgehalten habe, mir immer noch was einfällt und ich das Projekt noch nicht einstampfen werde.

Vielen Dank für alle die Kommentare, die Interaktionen und das ihr mir die Treue haltet.

76 bzw. 77 Beiträge habe ich in diesem Jahr geschrieben und veröffentlicht, fast 2300 Aufrufe gab es und über 900 Leser haben reingeschaut. 45 Follower habe ich. Der Februar 2017 war der „erfolgreichste“ Monat mit den meisten Aufrufen.

Neben den ganzen persönlichen Artikeln habe ich einige Texte für den Mitmachblog geschrieben und dabei war meine Serie um meinen Nachbarn vom Planeten Dings – Sigla und Miri Mies – am erfolgreichsten und skurrilsten.

Ich freue mich auf die nächsten 12 Monate durchgepustete Hirnwindungen auf dem Ventilierpartikel.

Mißverständnisse

Zweifel, Probleme, Mißverständnisse… gehören wohl irgendwie zum Leben dazu. Wie so oft bin ich hin und her gerissen, ob es gut ist, das zu schreiben, was ich fühle. Wobei es weniger um die Frage des Schreibens, sondern mehr um die Situation der Veröffentlichung geht. Ich bin nunmal ein emotionaler Mensch und handele aus dem Bauch heraus und nicht immer mit Vernunft.

Dennoch ist der Blog mein Ventil und ich will niemanden verletzen. Kommt leider nicht so rüber, dass weiß ich. Aber der letzte Artikel hat die Wogen noch mehr in Wallung gebracht anstatt sie glätten zu können.

Hinter diesem Blog steckte ich (s. Ventilierpartikelportrait). Ich bin eine Frau! Ich habe den Brief geschrieben und formuliert. Ich bin dazu weder aufgefordert, gedrängt oder sonstwie genötigt worden. Im Gegenteil. Ich habe ihn aus meiner eigenen Emotion heraus getippt. Weil ich das in Worte fassen wollte, was bei mir ankommt.

Veröffentlicht habe ich ihn allerdings wirklich erst, nachdem ich ihn die betroffende Person habe lesen lassen und ohne dieses OK hätte ich ihn in der Entwurfschublade gelassen. Nun ist die Konfrontation da und ungeklärte Vorwürfe, Tränen, Trauer, vielleicht auch Wut und weitere Mißverständnisse sind die Folge, fürchte ich. Ich sehe nur eine Seite der Medaille.

Am Ende des Daseins ärgern wir uns nicht über unsere Fehler, sondern nur über die verpassten Chancen.

Kein Mensch ist fehlerfrei. Auch ich nicht. Trotzdem bin ich dafür, Fehler zu machen. Denn auf Dauer schmerzt nichts mehr, als die verpassten Chancen. Chancen sollte man ergreifen. Zu spät ist zu spät und nichts lässt sich im Leben nachholen. Das Leben ist zu schnell endlich, ob man es wahrhaben will oder nicht. Damit kenne ich mich aus. Ich hätte gerne noch eine Chance mit meinem Kind, aber es lebt nicht mehr.

Ich würde mich inzwischen über jeden Streit und jede Auseinandersetzung freuen, denn solang weiß man, dass da noch Leben ist!

Mein Stiche im Herzen Text ist lang. Ich weiß das. Aber nicht nur der Brief, sondern auch der Text danach ist mir wichtig. Sie gehören zusammen und dann versteht man auch, dass ICH ihn schrieb und niemand anders. ICH habe zusammengefasst, was ich wahrnehme. Das mag die Wahrheit sein, aber vielleicht ist es auch nur die halbe Wahrheit… Da wäre es sicher besser, wenn sich die Menschen, die sich davon angesprochen fühlen zusammen setzen und das miteinander klären. Den Frust, die Wut, die Trauer, den Schmerz rauslassen. Sprechen und zuhören.

Nur bitte kein Abbruch des Kontaktes! Lieber Vorwürfe als Schweigen. Nicht die Hand zurückziehen. Auch wenn sie nicht ergriffen wird. Die Option offen lassen. Vielleicht ist sie eines Tages doch wichtig.

Ich mische mich ein. Ich sollte das wohl besser nicht tun. Aber ich kann nicht anders. Ich habe auch Gefühle. Ich weiß, was Schmerz ist. Ich weiß, wie zerbrechlich das Glück ist. Ich weiß, wie es ist, kein Vertrauen haben zu können. Alles misstrauisch zu beäugen. Daher genieße ich es, dass es endlich mal anders ist.

Ich genieße die kleinen Momente und die kleinen Fingerzeige. Man kann Erinnerungen schaffen. Positive und negative. Langsam lerne ich, die positiven überwiegen zu lassen, damit die negativen nicht mein Leben bestimmen. Ein langer, schwerer und schmerzhafter Weg. Aber nicht unmöglich.

Reden ist Gold! Schweigen ist missverständlich. Deshalb bin ich ein Freund offener, ehrlicher und direkter Worte. Leute, setzt euch an einen Tisch und redet und hört zu.

 

Stiche im Herzen

Liebes Kind,

weißt du wie es ist, wenn man sich als Elternpaar trennt und das eigene Kind beim anderen Elternteil lassen muss, der nichts anderes im Sinn hat, als den eigenen Frust über die gescheiterte Beziehung am ehemaligen Partner auszulassen und dafür das Kind/die Kinder missbraucht?

Vielleicht denkst du, dass ich dich nicht (mehr) liebe, aber sei dir sicher, das ist nicht so! Im Gegenteil. Je seltener ich dich sehe, desto größer wird die Sehnsucht nach dir. Ich möchte dich in den Arm nehmen, ich möchte Freude und Tränen mit dir teilen. Ich möchte für dich da sein. Du darfst jederzeit mit deinen Träumen, Wünschen, Stimmungsschwankungen, Krisen, Nöten, Fragen…zu mir kommen. Meine Hand werde ich dir niemals entziehen. Ob du sie ergreifst, bleibt dabei deine Entscheidung.

Es schmerzt mich, dass ich auf einmal außen vor bin und nicht mal die Chance erhalte, dir meine Sicht der Dinge, das Scheiterns der Partnerschaft zu erklären. Mit jedem Tag den wir getrennt sind, wird es schwerer, einen Zugang zu dir zu finden. Neid, Mißgunst, Frust, Unwahrheiten werden auf deinen Schultern abgeladen und ich kann nichts dagegen tun. Ich halte meine Füße nur aus Liebe zu dir still, damit du nicht das Gefühl bekommst, der Prellbock zu sein und zwischen unseren (erwachsenen und doch so kindlichen-„kindischen“) Stühlen zu stehen.

Gerne wäre ich bei deinen Geburtstagsfeiern oder Schulfestivitäten dabei gewesen. Ich verstehe, dass du eine Entscheidung für nur einen Elternteil getroffen hast, dennoch schmerzt mir mein Herz, wenn ich daran denke. Ist es nicht möglich, dass wir „getrennten Eltern“ uns für ein paar Stunden zusammen reissen, zum Wohle von dir? Was habe ich schon alles verpasst, von dem ich nicht weiß? Werde ich auf deiner Hochzeit dabei sein dürfen? Mein größter Wunsch wäre es, dich an den Altar geleiten zu dürfen. Doch ich fürchte, dass mir die Erfüllung dieses Wunsches versagt bleiben wird, wenn es eines Tages soweit ist. Werde ich meine Enkelkinder kennenlernen dürfen?

Unzählige Tränen habe ich bereits vergossen, von denen du nicht weißt. Meine Gedanken kreisen täglich um dich. Die Angst, dich zu verlieren, ist mein ständiger Begleiter.

Ich wünsche mir so sehr, dass du von Tag zu Tag erwachsener wirst und nicht die gleichen Fehler machst. Ich hoffe, dass du eines Tages das Gespräch mit mir suchst. Von dir aus. Weil du anfängst die Welt, die dir jahrelang geboten wurde zu hinterfragen. Weil dir Zweifel kommen oder Unstimmigkeiten auffallen. Ich will niemanden schlecht reden. Auch nicht den anderen Elternpart, der dich großzog, denn aus dir ist ein wundervoller Mensch geworden. Dafür bin ich dankbar. Doch ich bin auch traurig. Ich hätte gerne einen größeren Anteil daran gehabt.

Ich weiß nicht, wie ich mit dir in Kontakt treten soll, nach all der Zeit. Manchmal bin ich frustriert, weil ich immer zurückstecken muss. Alle anderen sind dir scheinbar wichtiger. Die Freunde, die Mutter/der Vater, der Job… Die Feiertage sind verplant und ich bin die Notlösung oder das fünfte Rad am Wagen. Ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn von dir aus mal das Angebot käme, sich zu treffen. Hast du denn Sehnsucht nach mir? Oder ist das ein einseitiger Weg von meiner Seite aus? Nicht mal das weiß ich mit Gewissheit.

Jeder Moment mit dir, jedes Telefonat ist ein Stich ins Herz. Einerseits wunderschön, weil ich dich höre oder sehe und dir versuche, meine Liebe zu zeigen. Andererseits schmerzend, weil wir nicht den Draht zueinander finden, über die Vergangenheit, die Gegenwart oder die Zukunft zu reden.

Ich weiß fast nichts von dir. Nicht, wie es dir wirklich geht. Wie es in deinem Herzen aussieht. Nicht mal, was du dazu sagst, dass ich eine neue Partnerschaft habe, in der ich mich wohl und geborgen fühle. Es geht mir endlich wieder gut. Bis auf die Einschränkung, dass du mir unendlich fehlst. Hätten wir uns als Eltern damals nicht getrennt, dann hättest du jeden Streit, den Zorn oder (noch schlimmer) die Gleichgültigkeit mitbekommen. Das wollte ich dir nicht antun.

Wirf mir ruhig vor, dass ich egoistisch gehandelt habe. Schmeiss mir an den Kopf, dass ich scheisse bin. Schrei mich an. Nur, bitte schweige nicht länger. Eines Tages ist es zu spät zum Reden und es lässt sich im Leben nichts nachholen. Schweigen ist „Tod auf Raten“!

Ich habe nicht den Mut, den Anfang zu machen. Ich bin ängstlich, welche Reaktion kommt, wenn ich das Thema anschneide. Ich habe Angst, dass du mir direkt ins Wort fallen könntest. Ohne zu wissen, ob du es tun würdest oder ob du bereit wärst, mir zuzuhören. Das mag feige sein. Ja. Aber wie soll es auch nach all den Jahren gehen? Deshalb schreibe ich. In der Hoffnung, dass dies der erste Schritt aufeinander zu ist. Ich gebe dir die Zeit nachzudenken und meine Worte auf dich wirken zu lassen. Und ich würde mich unsagbar freuen, wenn ich eine Antwort bekäme. Wenn du bereit wärst, mit mir in Ruhe zu reden. Wo immer du magst. Wann immer du willst.

Ich habe nie aufgehört dich zu lieben. Du bist mir wichtig. Du bist ein Teil von mir. Der beste, den ich geben konnte. Ich will das es dir gut geht. Ich liebe dich!



Vielen Eltern geht es so. Ich selbst bin davon nur indirekt betroffen. Denn auch für neue Partner getrennter Eltern ist es eine Herausforderung, mit der Situation umzugehen. Je nachdem, wie empathisch man eben ist. Und ich bin nun mal ein emotionaler Mensch. Nahe am Wasser gebaut. Ich mache mir um vieles, was mich selbst nicht betreffen müsste, Gedanken. Hypersensibilität nennt man das. Das klingt aber nach einem „Krankheitsbild“ und deshalb verwende ich das Wort normalerweise nicht für mich. Ich habe es auch erst vor wenigen Jahren kennengelernt und mich darin wiedergefunden. Weil ich aber so bin, wie ich bin und (mit)fühle, deshalb bringe ich meine Gedanken auf (virtuelles) Papier. Denn ich brauche das Ventil, um klarer sehen zu können.

So oder so ähnlich könnte also ein Schreiben an den Sohn oder die Tochter aussehen. Warum ich das schreibe? Weil ich hoffe, dass es die Kinder lesen, die davon betroffen sind. Die vielleicht denken, dass sie nicht geliebt werden. Oder nur noch „halb“, von einem Elternteil.

Ich habe die Liebe und die Sehnsucht in den Augen gesehen. Auf beiden Seiten. Die unausgesprochenen Worte. Auch wenn es hierbei ganz sicher nicht um mich gehen soll, so sehe ich aber auch die „Drittpersonen“ und deren Nöte. Man verliebt sich in einen Menschen, der Vater oder Mutter ist. Jeder bringt sein Lebenspaket mit und natürlich möchte man auch das miteinander teilen. Dem anderen helfen. Doch wie soll das gehen? Vorallem, wenn sich alle noch „beschnuppern“? Man wird ganz sicher nicht gleich beim ersten Zusammentreffen mit der Tür ins Haus fallen und versuchen, etwas aufzuarbeiten, was seit Jahren gärt.

Es sind lange Wege mit tiefen Schluchten. Mit Frust und Tränen. Mit Sehnsucht und Hilflosigkeit. Kleine Schritte aufeinander zu wären ein guter Anfang. Doch einer muss irgendwann auch die Mut haben, über den tiefen Graben zu springen. Mit Anlauf. Denn den kann man nicht mit kleinen Tapsen überqueren. Es sei denn, man schafft es, eine Brücke zu bauen. Doch dazu würde dann der andere Elternteil gehören, der wahrscheinlich kein Eigeninteresse daran hat.

Bitte denkt immer daran – und hier wende ich mich an die Eltern und die Kinder – noch habt ihr die Chance alles zu bereden und zu klären. Nutzt diese! Traut euch.

Ich kenne den Blickwinkel aus beiden Perspektiven. Ich habe mein Kind verloren. Ich kann nichts mehr klären. Genauso wie ich meinen Vater in jungen Jahren verlor und es auch dort zu keiner Aussprache mehr kam. Deshalb möchte ich euch ermutigen, jede Option zur Aussprache zu nutzen. Ungenutzte Gelegenheiten sind ein Stachel mit Widerhaken. Wunden, die niemals heilen. Wunden, die eines Tages eitern und jedesmal wieder aufreissen, wenn man versucht den Haken zu entfernen.

Only [with love] for you, R.!

Wenn ich in deinen Armen weine, heißt das nicht, dass du irgendwas falsch gemacht hast oder an irgendwas „schuld“ bist. Ich kann sie nicht kontrollieren. Das war mein Leben lang schon so und ich bin darüber nicht unbedingt glücklich, habe mich aber insofern damit arrangiert, dass ich es als meine Art akzeptiere. Ich habe es versucht zu ändern – erfolglos. Ergo muss ich wohl damit leben (lernen).

Die ganzen schönen und positiven Seiten, die sich gerade in meinem Dasein ändern oder geändert haben, „stauen“ sich auf und führen dazu, dass ich so unausgeglichen wirke. Dennoch möchte ich zur Zeit kein anderes Leben führen, als das, was ich jetzt habe. Ich bin mehr als glücklich. Ich bin verliebt.

Ich existiere nicht mehr nur, ich lebe wirklich wieder.

Ich schmiede Pläne, ich habe freudige Herzschmerzen, ich möchte nicht nur die Welt, sondern ganz besonders dich umarmen. Ich möchte, dass wir (Kleinst-)Familie sind.

Dennoch habe ich Angst, dass das alles nur ein vorübergehender Traum ist, aus dem ich wieder mal ganz hart erwache und auf den Boden der Tatsachen zurückgeworfen werde. Die Angst ist unbegründet, aber sie ist da. Ich hindert mich manchmal daran, mein Glück nach außen tragen und zeigen zu können. Obwohl es in mir drin da ist.

Ich fürchte mich vor Fehlinterpretationen, was unsere Gefühle betrifft. Meine verletzliche Seite ist immer auf der Hut. Oft am zweifeln, am „nicht-glauben-können“. Die andere Seite sagt mir, dass ich vertrauen soll, kann und darf. Doch gelegentlich streiten sie sich wieder wie Engelchen und Teufelchen. Obwohl ich denen gekündigt hatte.

Ich will gar keine Stimmungsschwankungen haben. Ich bin mir sicher mit dir. Ich bin happy. Du und ich. Ich und du. Wir. Mit allen Facetten und Päckchen, die wir mitbringen.

Ursprünglich wollte ich das per Email senden, doch nun wird es öffentlich. Es kann und soll und darf ruhig jeder wissen. Ich stehe hinter meiner Entscheidung.  Du bist mir wichtig. Du bist der Ruhepol im schwankenden Ozean. Die Insel der Rettung vor dem Ertrinken. Ich will den Rest meines Lebens mit dir lieben, leben, lachen, weinen, rumalbern, frozzeln, streiten, versöhnen, kuscheln, diskutieren, reisen…..!

Danke, dass du mir gut tust und das du für mich da bist. Und vorallem, dass du es mit mir aushältst. Das ist keine Selbstverständlichkeit.

Ich will alles was ich habe und fühle in diese Beziehung investieren. Es ist mir egal, ob es vernünftig ist oder nicht. Liebe hat nichts mit Vernunft zu tun, sondern dass Herz, Seele und Kopf im Einklang sind. Und das sind sie bei mir.

Danke für die wunderschönen Momente. Danke für die Blumen der Liebe. Danke für deine Unterstützung und deine warme Schulter zum Anlehnen und Ausheulen. Danke!

Ich liebe Dich! ❤

Rose1

 

PC-Grundkenntnisse auf Kraut und Rübenbasis

Ich wusste schon immer, dass ich keine Ahnung habe….

MitmachBlog

Alle denken an Gemüse, wenn von Kraut und Rüben die Rede ist. Oder wahlweise denkt man an Unordnung, Chaos. Das größte Chaos gibt es bei mir immer am Laptop/PC. Als Einsteiger mit Null Plan und Null Ahnung habe ich mir im Selbststudium alle Kenntnisse beigebracht, die man (nicht) braucht, um das technische Gerät am Laufen zu halten.

Sinnfrei ein paar Fehler, die unterlaufen könnten, wenn man genauso planlos an die Sache rangeht wie ich. Dann funktioniert auch schon mal das eine oder andere Programm nicht…

  • Ich kann das Filmchen nicht schauen. Ich habe kein Youtube installiert.
  • Wo habe ich nur wieder das WLan-Kabel hingelegt?
  • Immer, wenn ich Entf drücke, lösche ich das Internet
  • Mein Neffe ist ein System-Terminator (Oma konnte sich Administrator nie merken)
  • Warum heißt es LapTop, wenn es gar nicht rund ist?
  • Und welches Desktop trage ich heute am besten zum roten Rock? Das mit Spaghettiträgern oder das…

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Frühjahrsputz

Die Kohlmeise und der Frühjahrsputz

MitmachBlog

Traditionell ist nun Hochsaison für den Frühjahrsputz. Ich gebe gerne zu, dass meine Wohnung das bestimmt auch nötig hat, mir aber die Motivation zum Möbelrücken fehlt. Obwohl ich das normalerweise sehr gerne mache. Spätestens alle 5-7 Jahre fällt mir „die Decke auf den Kopf“ und ich kriege die „Dasstandschonimmerso“-Krise. Meist verbinde ich das gleich mit einem neuem Anstrich der Wände.

Nun denn, retrospektiv kann ich sagen, dass ich erstens meine gute Stube letztes Jahr strich und aus Mangel an Phantasie einfach wieder so einräumte wie zuvor und zweitens im Laufe der nächsten Monate sowieso alles anders wird, sodass ich auf den gründlichen Frühjahrsputz verzichte und ihn in die Sommersaison transferiere. Nichtsdestotrotz wird im Hause S. entmüllt, ausgemistet usw. Bisher allerdings nur in den kleinen Dingen. Kleidung wandert in die Annahmestelle, Kinderbücher werden verschenkt, Geschirr für den Flohmarkt in eine Kiste geräumt…

Sollte jemand noch dringend auf der Suche nach etwas…

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Zeitstreit

MitmachBlog

„Schatz, kannst du mal kommen?“

„Was gibt es denn?“

„Wo soll ich damit hin? Hier im Schlafzimmer ist kein Platz dafür und im Wohnzimmer nimmt sie zuviel Platz ein. Bevor ich sie mir auf den Rücken schultere und in die Wohnung trage, wüsste ich gerne zuerst, wohin damit.“

„Warum bringst du sie denn mit? Ich dachte, wir hätten besprochen, dass sie in der alten Wohnung bleibt. Du wolltest doch den Sperrmüll anrufen. Da hättest du sie gut und gerne mit rausstellen können. Weg damit. Man muss sich auch von Altlasten trennen können.“

„Du hast ja recht, Schatz. Aber nun ist es zu spät und sie ist im Umzugswagen. Was soll ich denn jetzt tun? Haben wir nicht einen dekorativen Platz dafür?“

„In meiner Wohnung will ich die nicht haben!“

„Deine Wohnung? Hast du nicht neulich noch gesagt, dass ist nun unsere Wohnung? Das aus Ich&Du ein Wir wird?“

„Wird es…

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